Studie: Die Generation 50+ weiß nur wenig über AMD

08.11.2014
„Von allen Alterserkrankungen fürchtet die ‚Generation 50+‘ die Erblindung am meisten, hat aber nur wenig Kenntnisse über deren Ursachen“ – das ist die Kernaussage der aktuellen, repräsentativen Studie mit 500 Teilnehmern des Marktforschungsinstituts „produkt+markt“ (unterstützt von Novartis Pharma) über Wahrnehmung und Kenntnisstand bei Augenerkrankungen bei über 50-Jährigen. So halten 31 % der Teilnehmer den Verlust des Augenlichts für die bedrohlichste Erkrankung im Alter. Gravierende Krankheiten wie Krebs oder Demenz führten lediglich 17 bzw. 11 % der Befragten an. Über die AMD, eine der Hauptursachen für schwere Sehbeeinträchtigungen, zeigten sich die meisten dagegen unzureichend informiert. So kannten nur 10 % der Befragten ungestützt die AMD. Die DMÖ und die diabetische Retinopathie waren völlig unbekannt.

Prof. Dr.  Daniel Pauleikhoff (Münster) erklärt dazu: „Die Studienergebnisse belegen, welch überragende Bedeutung der einzelne dem funktionierenden Augenlicht beimisst. Gleichzeitig wird deutlich, dass vielen Patienten immer noch wesentliche Informationen über Augenerkrankungen mit Erblindungsrisiko fehlen. Beim Thema Augengesundheit besteht daher nach wie vor großer Aufklärungsbedarf – dann steigt auch die Motivation für die Nutzung ärztlicher Vorsorgeangebote und Therapien.“ Insbesondere die Erkrankungen der Retina sollten weiter im Fokus der Aufklärung stehen, denn den Studienteilnehmern waren sieben andere Augenerkrankungen geläufiger als die Netzhauterkrankungen. 64 % nannten die Katarakt als bekannt, 55 % das Glaukom.

Im Rahmen der gestützten Nachfrage wurde insbesondere der Wissensstand zu AMD abgefragt. So wussten 38 %, dass die Erkrankung zur Erblindung führen kann. 19 % war bekannt, dass die Krankheit schnell fortschreitet. Auch in Bezug auf die Therapie der AMD zeigten sich die Befragten wenig informiert: Lediglich 34 % gaben an, dass sie wissen, dass die AMD in der Ausprägung der feuchten AMD behandelbar ist. Die Studie zeigt zudem, dass dem Augenarzt aus Sicht der Patienten die zentrale Rolle bei der Aufklärung zukommt. 93 % nannten ihn als Hauptinformationsquelle zu Augenerkrankungen.

Augenerkrankungen nehmen in Zukunft weiter zu


Das Informationsdefizit zu AMD und DMÖ, das die Studie für die Mehrheit der über 50-Jährigen nachweist, kann für die Betroffenen ernste Folgen haben. Im Krankheitsfall besteht das Risiko, dass sie aufgrund von Unwissenheit erst im sehr späten Stadium eine Therapie wahrnehmen. Bislang verursacht beispielsweise die AMD in Deutschland 50 % aller schweren Sehbehinderungen, mit erheblicher Minderung des zentralen Sehvermögens. Darüber hinaus erblinden jährlich 5.000 Patienten infolge dieser Augenerkrankung, deren Prävalenz durch die demografische Entwicklung stetig steigt: So lag die Anzahl der AMD-Erkrankten in Deutschland laut Weißbuch zur Situation der ophthalmologischen Versorgung im Jahr 2012 bei rund 1.608.000. Für das Jahr 2030 wird eine Erhöhung auf 2.131.000 erwartet. Bei 85 % der Fälle handelt es sich um eine trockene AMD, die nicht behandelbar ist. Ein DMÖ tritt bei etwa 6-10 % der Diabetiker auf und ist bei etwa 1-3 % der Diabetiker Ursache für eine Sehbeeinträchtigung.

Für die Patientenaufklärung bietet Novartis eine Reihe von Programmen und Materialien, darunter die Simulations-App SibA für die Demonstration des Verlaufs ausgewählter Netzhauterkrankungen, Patientenbroschüren zu AMD, DMÖ, retinalen Venenverschlüssen RVV und pathologischer Myopie PM sowie das Therapiebegleitprogramm FocalCare für die Betreuung von Patienten mit feuchter AMD (Hotline 0800-273 0 273, E-Mail: info@focalcare.de). Daneben bietet die Initiative „Bewahren Sie Ihr Augenlicht“ (www.bewahren-sie-ihr-augenlicht.de) Informationen rund um die Krankheit AMD und DMÖ.
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